Magazin · Wartung verstehen
PureTech-Zahnriemen prüfen: Was Sie wissen sollten
Wann eine Prüfung des PureTech-Zahnriemens sinnvoll ist, welche Fahrzeugdaten und Belege helfen und wie Sie mögliche Herstellerunterstützung vor einer Reparatur klären.
Kurz erklärt
Bei älteren 1,0- und 1,2-Liter-PureTech-Generationen hat Stellantis vorzeitigen Zahnriemenverschleiß und erhöhten Ölverbrauch beschrieben. Ob Ihr Wagen betroffen ist und wann ein Wechsel ansteht, muss anhand der Motorvariante und des passenden Wartungsplans geprüft werden.
- Die genaue Motorvariante zählt, nicht allein die Bezeichnung PureTech.
- Eine Zustandskontrolle und ein fälliger Zahnriemenwechsel sind verschiedene Arbeiten.
- Mögliche Herstellerunterstützung sollte vor einer Reparatur geklärt sein.

Welcher Motor steckt in Ihrem Auto?
Wer nach „PureTech-Zahnriemen“ sucht, findet viele unterschiedliche Erfahrungen. Sie lassen sich nicht auf jedes Fahrzeug übertragen. Stellantis hat Probleme bei älteren 1,0- und 1,2-Liter-Generationen beschrieben, darunter vorzeitigen Zahnriemenverschleiß und übermäßigen Ölverbrauch. Die Bezeichnung PureTech allein reicht aber nicht aus, um Ihren Motor dieser Gruppe zuzuordnen.
Halten Sie die Fahrzeugidentifikationsnummer, die Erstzulassung und den Kilometerstand bereit. Damit lässt sich die Anfrage auf Ihr Auto beziehen. Fragen Sie nach dem aktuell passenden Wartungsplan und danach, ob ein Wechsel bereits fällig ist. Eine Jahres- oder Kilometerangabe aus einem Forum sollte nicht ungeprüft zum Wartungstermin werden.
Auch bei einem geplanten Gebrauchtwagenkauf ist das hilfreich. Fragen Sie nach der Motorisierung und den vorhandenen Belegen, bevor Sie aus einem einzelnen Eintrag „Zahnriemen gemacht“ auf die gesamte Wartungshistorie schließen.
Welche Unterlagen bei der Prüfung helfen
Sortieren Sie die Belege möglichst nach Datum. Ein Stempel im Serviceheft zeigt einen Wartungstermin. Die zugehörige Rechnung erklärt genauer, was dabei erledigt wurde. Wenn Sie Unterlagen nicht haben, benennen Sie die Lücke. Dafür müssen Sie keine Angaben aus dem Gedächtnis ergänzen.
Diese Dokumente sind besonders nützlich:
- Wartungsrechnungen mit Datum und Kilometerstand.
- Angaben zum verwendeten Motoröl und seiner Freigabe, soweit sie auf der Rechnung stehen.
- Nachweise über frühere Zahnriemenkontrollen oder einen Wechsel.
- Schreiben zu Herstelleraktionen und vorhandene Diagnoseberichte.
- Notizen zu Ölverbrauch oder Warnmeldungen samt Zeitpunkt.
Bringen Sie auch eine Rechnung über einen früheren Zahnriemenwechsel mit. Die Werkstatt kann daran erkennen, welche Arbeiten damals berechnet und dokumentiert wurden. Das ist aussagekräftiger als ein Aufkleber mit Datum allein.
Was eine Kontrolle leisten kann
Eine Zustandskontrolle soll einen Befund liefern. Ein planmäßiger Wechsel erledigt dagegen eine fällige Wartungsarbeit. Beides sollte im Auftrag klar benannt sein. Fragen Sie vorab, was geprüft wird, wie das Ergebnis festgehalten wird und welche Kosten dafür entstehen.
Lassen Sie sich den Befund anschließend in verständlichen Worten erklären. Dazu gehört auch, welche Aussage die Prüfung zulässt. Ein unauffälliger Eindruck ist keine pauschale Zusage, wie lange der Riemen noch hält. Ein laut Wartungsplan fälliger Wechsel wird durch eine Kontrolle nicht automatisch überflüssig.
Wenn weitere Auffälligkeiten hinzukommen, kann eine eigene Diagnose nötig sein. Bitten Sie dann um eine Erklärung des nächsten Schritts und stimmen Sie zusätzliche Arbeiten ab, bevor sie beginnen. So wissen Sie, welche Frage die Werkstatt gerade untersucht.
Wie Sie mit einer Warnmeldung umgehen
Bei einer Warnmeldung zählt der genaue Text. Richten Sie sich nach den Hinweisen in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs. Peugeot stellt den Zugang zu seinen Bedienungsanleitungen online bereit. Eine bereits vereinbarte Zahnriemenkontrolle ersetzt die Reaktion auf eine akute Meldung nicht.
Teilen Sie der Werkstatt mit, ob die Warnung neu ist, wiederholt erscheint oder bereits untersucht wurde. Ein Foto und der zugehörige Kilometerstand helfen, die Angaben festzuhalten. Die Ursache müssen Sie nicht selbst bestimmen: Eine Meldung lässt sich nicht allein wegen der Motorbezeichnung sicher dem Zahnriemen zuordnen.
Herstellerunterstützung vor der Reparatur prüfen
Peugeot veröffentlicht Unterstützung für bestimmte PureTech-Probleme. Dazu gehören Regelungen für aktuelle Schäden und für bestimmte bereits bezahlte Reparaturen. Welche Möglichkeit für Ihr Fahrzeug infrage kommt, hängt von den jeweiligen Bedingungen ab.
Wenn Sie eine solche Leistung nutzen möchten, wenden Sie sich vor der Reparatur an den Hersteller oder einen autorisierten Servicepartner. Fragen Sie, welche Nachweise benötigt werden und wo Diagnose und Reparatur erfolgen müssen. Bewahren Sie die Rückmeldung zusammen mit Ihren Fahrzeugunterlagen auf.
Wir sind eine freie Meisterwerkstatt und kein autorisierter Stellantis-Servicepartner. Über eine Kostenübernahme entscheidet der Hersteller. Mit einer vorherigen Rückmeldung können Sie den weiteren Auftrag planen, ohne sich auf eine nur vermutete Erstattung zu verlassen.
Quellen und redaktionelle Hinweise
Die Redaktion von Autohaus Dörrschuck hat die verlinkten Informationen für diesen Ratgeber ausgewertet. Quellen geprüft am . Maßgeblich für Ihr Auto bleiben der zugehörige Wartungsplan und die Betriebsanleitung.
- Stellantis: Hinweise zu älteren 1,0- und 1,2-Liter-PureTech-Generationen
Herstellermitteilung vom 8. Mai 2025 zu vorzeitigem Zahnriemenverschleiß und übermäßigem Ölverbrauch.
- Peugeot: PureTech-Motoren, unsere Lösungen
Herstellerseite zu Sonderkulanz, Erstattung und den zugehörigen Bedingungen.
- Peugeot: Bedienungsanleitungen
Zugang zu den Betriebsanleitungen der einzelnen Fahrzeugmodelle.
Wir sind eine freie Werkstatt. Die Nennung eines Herstellers bedeutet keine autorisierte Partnerschaft.